log #252: fahrtenbuch, seite #4

Die Eisenbahn wird dort, wo sie Straßen kreuzt, von Leuten im Autoverkehr meist als lästiges Hindernis empfunden. Bahnübergänge haben ein besonderes Flair, aber auch ein stetiges Gefahrenpotenzial.

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Ich bin von diesem Verkehrsbereich seit jeher fasziniert und war daher schon häufig zu Fuß auf diesen Strecken in der Region unterwegs.

Die "Energie-Region" ist über weite Abschnitte von einer Art "Korridor" durchzogen, in dem Fahrbahn und Geleise auch oft neben einander verlaufen, sich einige Male überschneiden. Die pure Masse der Zugsgarnituren verschafft ihnen physisch Vorrang.

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Das erfuhr etwa der Gleisdorfer Mechaniker Franz Lechner in bitterer Weise auf der Höhe von St. Ruprecht: "Als er wieder anfuhr, war der Zug allerdings noch nicht vorbei. Lechner kollidierte mit dem 14. Waggon. Und wachte erst nach sechs Wochen wieder auf." [Portrait]

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Ich hatte dieser Tage in Weiz zu tun und dabei Gelegenheit, an der bewußten Stelle ein Weilchen zuzubringen. Meine Notiz zu dieser Weiz-Fahrt zeigt gleich obenan, wovon diesbezüglich in der "Elin-Stadt", dem Ausgangspunkt manch beeindruckender Transporte, die Rede ist: [link]

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Mitten in der Stadt dürften ortsfremde Leute wohl in's Staunen oder Grübeln kommen, wenn ihnen auf der Straße plötzlich so eine Garnitur begegnet.

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Die in Weiz gebauten Transformatoren werden in komplex zusammengesetzte, über zahllose Gelenke beweglich gehaltene Langfuhren gepackt. Eine gigantische kinetische Skulptur, die sorgsam aus der Enge der regionalen Transportwege geschafft werden muß.

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Man nimmt einige Zeit in Anspruch, um all die Details gesehen zu haben, die so einen Transfer möglich machen. Derartige Garnituren stehen dann mitunter am Rande Gleisdorfs, wo man sich in Ruhe der ausführlichen Betrachtung widmen kann; was freilich verboten ist.

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Wer je erlebt hat, daß man einen tonnenschweren Zug auf einer kilometerlangen Geraden doch nicht kommen gehört hat, wer kapiert, wie schnell so ein Zug da sein kann, begreift das strikte Reglement bezüglich des Betretens von Gleiskörpern sofort. (Man wäre schon tot, bevor man auf dem Boden aufgeschlagen hätte.)

Apropos Weiz, Elin und Trafos. Da ist eine kleine Geschichte von einem Mann, der im Großtrafo-Bau tätig war und sich schließlich in der Region selbstständig gemacht hat: [link]

[Region] [kunst ost: fahrtenbuch]


coreresethome
10•10