16. Jänner 2007

In Serbien finden kommendes Wochenende Wahlen statt. In der Tat sind da nationalistische Kräfte nicht gerade schwach aufgestellt. Wie es zu solchen politischen Verhältnissen kommt, müßten wir selbst ganz gut wissen. Da wir nun 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zwei rechtsradikale Parteien im Parlament haben.

Und einen Landeshauptmann im Süden, der in seinem Wirkungsbereich die Zweisprachigkeit und den slawischen Anteil Österreichs, auf irrationale Art, gegen Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes, bekämpft.

Dazu kommt nun ein EU-Europa, das so gerne auf den Südosten herabblickt, wo sich Rechtsextreme im Parlament als Fraktion formiert haben. (Siehe den Eintrag von gestern!)

Da wäre demnach quer durch den Kontinent erheblicher Klärungsbedarf, WIE man auf nachhaltige Art die Nationalismen einbremst, transformiert. Vor allem auch, um die verschiedenen Praxisformen der Menschenverachtung einzudämmen.

Gregor Mayer gibt im aktuellen "profil" zu bedenken, daß in solchen Prozessen, wie in Serbien, ganze Generationen von der Welt abgeschnitten werden.

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Wenn so etwas geschieht, ist das nie bloß einer Nation anzulasten und es füttert immer die Nationalisten. In der Sache Kosovo wird also der UN-Sicherheitsrat entscheiden. Und zwar genau WIE?

[Der "Balkan-Reflex"]


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