13. September 2005

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Gute Nachbarschaft. Was mag das in der Praxis bedeuten? Weiß ich. Zum Beispiel, daß einem solche Überraschungen zum Frühstück zukommen. Ich bin also ein ziemlich beneidenswerter Bursche.

Cut!

Mein Dämon. So hat es mal geheißen. Er sei mein Dämon. Der Herr Vogeltanz. Flog gestern bei mir vorbei, hat sich auf meine Schulter gesetzt ...

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... und eine wahrlich dämonische Sache eingefädelt. Denn noch bevor ich den wunderbaren Kuchen von meiner Nachbarin geschenkt bekam, hat mir der Herr Vogeltanz ein sehr tückisches Geschenk gemacht:

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Irgendwo hieß es mal: Kant liest man nicht, den übersetzt man ins Deutsche. Aber das ist ein wenig dünkelhaft formuliert. Jedenfalls, wir arbeiten an Kant.

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Apropos Geschenke. Ich halte auch DAS für ein Geschenk. Wenn mir so ein Moment vor die Füße fällt. Ich hatte Herrn Vogeltanz noch zu seinem Wagen begleitet. Auf dem Rückweg sah ich aus der Ferne das Stück einer Heckpartie zwischen parkenden Autos, da war mir schon klar, jetzt muß ich dort hin. (Man kann selbst kleine formale Eigenheiten oder Lackflächen, falls man grade nicht mehr zu sehen bekommt, meist leicht von Konfektionsware unterscheiden.)

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Das Geschenk war gewaltig. Ein Aston Martin DB9, Ururenkel des Dienstwagens von Commander James Bond. Ein Gran Torismo, bei dem ich allerdings nicht hinten sitzen möchte. Dieses Coupé erweitert mein Sortiment von 12-Zylindern für die Straße (LKWs ausgenommen ;-))) Rund 450 PS, das heißt also: schön sachte ausparken!

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Gestern habe ich noch ein interessantes Dokument von mutmaßlich der Nationalratsabgeordneten Andrea Wolfmayr gesprochen. Sie hatte mir auf meine schriftliche Anfrage nicht geantwortet. Ich hätte nur Zeitung lesen zu brauchen.

log512e.jpg (17999 Byte) Walter Müller hat die Wahlkampfschrift im "Der Standard" erwähnt. Und die Quelle genannt. Die Datei "Verhetzung" ist HIER downloadbar.

Daß sie selbst ihr Statement in diesen Kontext stellt, "Verhetzung / Volksverhetzung / Holocaust", muß man ja nicht überbewerten. Oder? Verhetzung. Wer also im offenen politischen Diskurs die Positionen und Ansichten seines Gegenübers angreift, muß in dieser Kategorie gesehen werden. Verhetzung. Naja, da überzieht die versierte Schriftstellerin völlig.

Anschließend geht sie aber entschieden zu weit:
"Wie wilde Hunde (bitte den Tiervergleich zu entschuldigen, aber das Bild drängt sich auf!), kommt es mir vor, attackieren sie Waltraud Klasnic als Person. Ständig hängen sie auf ihr drauf, zerreißen alles, was sie sagt, in der Luft."

Wie sollte man das verzeihen können? Im Streitgespräch aus den Arsenalen des Rassismus zu schöpfen ist strikt unverzeihlich. Und indiskutabel. Kontrahenten dem Tierreich zuzuweisen ist obszön.

Die rhetorische Entschuldigung rückt das nicht zurecht. Noch dazu im "Gedanken-" oder "Bedenkjahr", oder wie die ÖVP dieses Rückschauen "60 Jahre danach" bezeichnet sehen will. Dazu sei festgehalten, die Lektion nach Goebbels lautet: Erst kommen die Opfermythen, dann werden die Andersdenkenden dem Tierreich zugeordnet, also aus der Gemeinschaft der Menschen verwiesen, dann erst können die Massaker beginnen.

Mindestens deshalb ist Wolfmayrs Wilde Hunde-Wendung (vor allem für eine Parlamentarierin und Schriftstellerin) völlig inakzeptabel. Nicht zuletzt, weil mit solcher Unschärfe gerade die schreibende Zunft während der letzten 150 Jahre den Barbaren höchst zu Diensten gewesen ist.

[Balkan-Reflex]

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