die verschwörung der poeten

Josef Schützenhöfer. Maler. Refugee. Ganz egal, wo man ihn antrifft. Er scheint ein ewiger Exilant zu sein. So sind seine Kleidungsstücke und praktisch alles, was er benützt, für schwere Beanspruchung ausgelegt. Heavy Duty.

Vorzugsweise Gebrauchsgegenstände aus der Arbeitswelt. Ästhetik der Funktion. Fürs Grobe gemacht. Auf Langlebigkeit ausgelegt.

Das Feine liegt in seinem Blick, der seine Art in der Welt zu sein ausmacht. Und in seinen Händen, die das dann zu übersetzen haben. Für Schützenhöfer ist künstlerische Praxis auch Problemlösungsstrategie. Er schafft manches zeichnerisch aus der Welt. Artistic toil for displacement. Er empfindet sein Leben als Ausnahmezustand.

Als Notsituation. Und die Kunst als einzigen Weg der Rettung aus den Dilemmata, die sich da auftun. Ziemlich radikaler Bursche. Abenteuerlicher Wegbereiter.

„Wenn ich so einen Computer sehe, weiß ich: ich will nicht! Ich will auf der Ebene des Zeichnens bleiben und das perfektionieren.“

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(Foto: Peter Weißensteiner)
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