19. Oktober 2004

Teleworking. Verlangt zwischendurch reale Begegnungen. Klar? Klar! Kunstpromotor Vince Küng (auf dem Foto links) lebt in der Schweiz. Dort besuchten ihn eben die bildenden Künstler Vlado Franjevic und Fauzie As'ad. Warum? Wir hecken was aus. Wir verraten schon mal, aber nicht mehr: "CyberTrail". Tja. Abwarten!

log221a.jpg (19381 Byte)

Cut!

Ich hab unlängst erwähnt: "Über die Kunsthaus-Security gibts auch was zu erzählen." Krahberger hatte also in Graz eingecheckt. Wir machten Station im "Krebsenkeller". Danach zogen wir vor dem Kunsthaus eine "Transit Zone" auf, der Krahberger noch ein verschwörerisches Symbol anfügte.

log221b.jpg (27874 Byte)

Als plötzlich ein junger Mann neben mir stand, den ich vom Outfit her für einen Studenten auf dem Weg zum Schikurs gehalten hätte. Er wollte, nicht gerade unfreundlich, aber auch nicht sehr verbindlich, von mir, während ich die ersten Kreidestriche setzte, wissen was wir da tun. (Jessas, dieser Satz läßt einige Bauvarianten und Beistrichsetzungen zu ...)

Meine Standardfrage für solche Momente lautet: "Wonach siehts denn aus?" Ich weiß natürlich: so einer tut bloß seinen Job. Also hab ich wenigstens angedeutet, daß es was mit Kunst zu tun habe. Er auch, durfte man ahnen. Oh ja, er hatte auch mit Kunst zu tun. Er setzte sich nämlich in den 240er-Mercedes, der zu Michael Sailstorfers Ensemble "... und sie bewegt sich doch" gehört, von dessen laufendem Motor die ganze Geschichte angetrieben wird. Aber er wollte recht energisch überhaupt nicht fotografiert werden. Was es zu respektieren galt.

log221c.jpg (18743 Byte)

Cut!

Derweil nun Krahberger (oben, mit Hut, links hinter dem Cederer) sich grade in Sachen Handke mit der Frage befassen muß, ob er (Krahberger) ein Verleumder des Handke sei, weil er daerauf besteht, daß doch der Handke erstens zum Krieg in Exjugoslawien anfechtbare Auffassungen vertreten habe und zweitens Menschen, die anderer Meinung sind als er, nicht gerne zu Wort kommen läßt, weshalb er, Krahberger, drittens, der Jelinek eher nicht zustimmt, daß er (der Handke) den Nobelpreis eher verdient hätte als sie (die Jelinek), was viertens einen Herrn Armin Leuchtenburg noch am wenigsten zur Annahme gebracht haben dürfte, Krahberger sei ein "miserabler Aufklärer", dem der Herr Leuchtenburg wünscht:

"Ein mistvieh wie sie sollte doch mal endlich einen auf den kopf kriegen."

... uups, so ein Publikum wünscht man nicht mal seinen Feinden, finde ich langsam Spaß am drechseln so verbauter, überlanger Sätze, und ich denke daran, daß von der Krahberger-Leuchtenburg-Kontroverse noch zu berichten sein wird, während ich doch eigentlich erzählen wollte, daß der ziemlich lebhafte und manchmal kaum zu bremsende Theatermensch Hubsi Kramar gerade das Umschildern österreichischer Passagen probt, bevor es allenfalls zu "Rückvolkungen" kommt, wonach dann so ein Platz unter Umständen, ganz im Sinne des "Völkischen", zum Beispiel Peter Rosegger-Platz heißen könnte, also rückte der Kramar mit Verbündeten aus, wie man so sagt, aus-rücken statt ver-rücken, und schrieb, nachdem die Sache erledigt war, nun:

"Für ihre grossen Verdienste um die Republik Österreich wurde die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek von Hubsi Kramar und FreundInnen auf eine besondere Weise geehrt. Wir haben den Heldenplatz in: Jelinekplatz umbenannt.

Hochachtungsvoll
Hubsi Kramar

log221d.jpg (23295 Byte)

(Foto: Alexandra Reisinger)

Cut!

Krusche trifft Pinochet in Andorrra? Schocking! Morgen mehr aus dem Hausbüchlein der Kameradin Helene ...

log221e.jpg (15428 Byte)


[kontakt] [reset]

43•03